Soforthilfe nach dem Brand in Kroo Bay

 

Ein Feuer, das am 4. März 2019 ausbrach, verwüstete die Gemeinschaft in Kroo Bay an der Küste Freetowns. In dieser Gegend sind ungefähr 81000 m2 mit inoffiziellen Siedlungen belegt, welche täglich wachsen. Die geschätzte Bevölkerungsanzahl liegt bei 13.000 Menschen und 2622 Haushalten, wovon mehr als 95% Prozent unter der Armutsgrenze leben, fern von humanen Lebensbedingungen.

 

Der Brand wurde von einer brennenden Antimücken-Spirale ausgelöst, die auf einen Tisch fiel. Da das Slum keine Verkehrsanbindung hat und der Wasserspiegel sehr niedrig stand, konnte das Feuer nicht gelöscht werden. Laut dem Office of National Security sind 1.283 Personen (385 Haushalte) direkt betroffen, (70% davon Frauen und Kinder).

 

Bisher sind keine Todesfälle gemeldet worden, allerdings gibt es sechs Fälle von leichten und zehn Fälle von schweren Verletzungen.

 

Nach Angaben der Betroffenen hat der Neubau von provisorischen Unterbringungen zum Schutz der Familien momentan die höchste Priorität. Die Regierung hat bisher nur wenige Decken und Lebensmittel bereitgestellt. Für Sierra Leone e.V. unterstützt die Betroffenen auf Anfrage des Bürgermeisters im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Welthungerhilfe mit 10.000 €, um Matratzen, Decken, Wellpappe und weitere Materialien zur Verfügung zu stellen, damit sich die Familien einen sofortigen Schutz verschaffen können. Diese Strukturen wollen sie selbst errichten.

 

 

Aktualisierung am 02.04.19:

 

Humanitäre Organisationen wie UNICEF, Oxfam, Welthungerhilfe, CRS, ICRC und Save the Children haben die betroffene Gemeinschaft inspiziert. Das Office of National Security koordiniert momentan alle weiteren Hilfemaßnahmen. Bisher haben die Betroffenen Reis, Kochutensilien und Schaumstoff-Matratzen von internationalen Nichtregierungsorganisationen erhalten.

 

Die größten Bedürfnisse, die von der betroffenen Bevölkerung ausgesprochen wurden, sind:

- Eine funktionierende Wasserversorgung: Einer der beiden 10.000 Liter umfassenden Plastik-Wassertanks (installiert von Guma) ist durch das Feuer stark beschädigt worden. Auch die Wasserleitungen sind nicht funktionsfähig.

- Sanitäranlagen: Es gibt nur zwei öffentliche Toiletten, ohne separierte Latrinen. Von beiden funktioniert nur eine einzige.

- Unterbringung

- Lebensmittel und andere essentielle Gebrauchsgegenstände (Kleidung, Decken, Hygienesets)