Hosetta Abdullah Memorial Special Needs School

Der Verein Für Sierra Leone e. V. unterstützt die Special Needs School durch die Vermittlung von Studien Praktika
Vera Thomas und Sonja Marx mit Schülern der Hosetta Abdullah Memorial Special Needs School

 

Die Hosetta Abdullah Memorial Special Needs School ist die einzige Schule in Freetown, die geistig behinderte Kinder betreut. Im März 2014 hatte der Verein eine Kooperation mit dem Lehrstuhl für Sonderpädagogik IV - Pädagogik bei Geistiger Behinderung der Universität Würzburg initiiert. Im Rahmen dieser Kooperation sollten regelmäßig Studenten der Sonderpädagogik, die sich bereits in höheren Studiensemestern befinden, zum Praktikum an die Schule vermittelt werden. Die Praktikanten sollten dort den Lehrkörper mit aktuellen Lehrmethoden und Lehrmitteln im Bereich der Sonderpädagogik unterstützen. Im ersten Halbjahr 2014 waren bereits zwei Studentinnen der Universität Würzburg für ein dreimonatiges Praxissemester an der Schule in Freetown. Das Praktikum wurde sowohl von der Schulleitung als auch von den Praktikantinnen äußerst positiv beurteilt, ebenso vom Lehrstuhl für Sonderpädagogik in Würzburg. Leider konnte dann aufgrund des Ausbruchs der Ebola-Epidemie in Sierra Leone das Projekt im 2. Halbjahr 2014 nicht wie geplant fortgeführt werden. Die Schule musste für einen Zeitraum von mehr als einem Jahr den Schulbetrieb einstellen.

AKTUALISIERUNG AM 09.10.2018

 

In diesem Jahr konnte das Programm endlich wieder aufgenommen werden: Seit dem 18.04.2018 sind zwei Studenten der Universität Würzburg des Lehrstuhls für Sonderpädagogik im Einsatz, um die Hosetta Abdullah Memorial Special Needs School mit modernem Fachwissen zu bereichern:    Die beiden engagierten Praktikanten, Anna Gaul und Michel Chab, testeten beispielsweise eine neue Lehrmethode (MGML) und haben die ehemalige Nähklasse wieder ins Leben gerufen, die der Schule durch den Verkauf von selbstgefertigten Taschen ein kleines, regelmäßiges Nebeneinkommen ermöglicht. Außerdem haben die Praktikanten während ihres Aufenthalts auch einen Vortrag von Herrn Max Bangura, dem Leiter der sierra-leonischen Epilepsie-Vereinigung, für die Lehrkräfte der Schule organisiert.  Beide Seiten profitierten von diesem Austausch. Die Berichte zeigen, dass ihre Arbeit erste Früchte getragen hat: Wir freuen uns über den Einsatz unserer Praktikanten! Des Weiteren ist eine Neuausrichtung des Projekts geplant: Die ehemalige Praktikantin Vera Brunnhuber, die mittlerweile am Lehrstuhl für Sonderpädagogik in Würzburg tätig ist, hat eine umfassende Analyse zum Austauschprogramm begonnen. Ihr Ziel ist es, einen regelmäßigen Austausch zwischen der Universität Würzburg und der Universität von Makeni in Sierra Leone zu organisieren und die Hosetta Abdullah Memorial Special Needs School als praktische Modellschule für das Programm zu etablieren.

 

Aktuelle Fotos nach der Fortsetzung des Programms (2018)

Diese Fotos entstanden während einem Besuch nachdem der Schulbetrieb wieder aufgenommen wurde (2016)